Sehr geehrte Besucher,
wir begrüßen Sie herzlich auf unserem Biohof.
Die Familie Schanz hat im Jahr 2009 die Domäne Homburger Hof in Grosselfingen erworben. Die ehemalige fürstliche Domäne ist ein Relikt aus längst vergangener Zeit, die bis ins 16. Jahrhundert zurück reicht. Leider war die Domäne durch Pächter- und Kaufwechsel in einem heruntergekommenen Zustand und die letzten 12 Jahre ständigem Vandalismus ausgesetzt, so dass sehr viel an den historischen Gebäuden und dessen Inneren zerstört war. Das Hofgut war zum Abriss vorgesehen. Unser Anspruch war und ist es, so viel wie möglich von dem alten Hof-Teil zu erhalten und dem Hofgut wieder Leben einzuhauchen.
Es war für uns keine Frage: Der Hof solle auferstehen und in seiner ursprünglichen Form als landwirtschaftlicher Betrieb weiter in Grosselfingen noch viele Jahrhunderte bestehen, um in guten wie in schlechten Zeiten für den Menschen gute Nahrungsmittel zu erzeugen.
Zu der Domäne gehören 104 ha Eigenland. Darüber hinaus sind noch Flächen dazu gepachtet. Wir bewirtschaften den Hof in biologischer Weise in einem geschlossenen Kreislauf. Ackerbau und Viehwirtschaft ergänzen sich. Wir ernten von unseren Äckern und dies ohne Kunstdünger, Pestizide, Wachstumsregulierer oder sonstigen Chemikalien. Den Äckern führen wir wieder Fest-Mist zu, wodurch der Kreislauf zwischen Geben und Nehmen geschlossen wird. Gentechnisch verändertes Saatgut oder veränderte Embryonen sind für uns tabu (Dies gehört weltweit verboten). Bei unseren Tieren achten wir sehr auf eine artgerechte Haltung. Wir verwenden keine Spaltböden, die Tiere können sich in den Stallungen frei bewegen und nach Belieben ihre Ruheplätze aussuchen.

Im Winter sind ausreichend befestigte Laufflächen vorhanden. Von März bis Oktober ist unsere Mutterkuhherde auf der Weide. Direkt am Hof befindet sich der eigene Wald, der den Tieren Schutz vor Wind und Regen gibt.
Unsere Kühe und Bullen werden nicht enthörnt. Das Horn ist lebendig und ein Teil des Wesens. Eine Enthörnung hat Auswirkung auf den Organismus des Tieres. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Milch von Kühen mit Hörnern besser und gesünder ist. Aus diesem Grund haben wir uns für eine friedvolle Tierrasse entschieden. Der Umgang in der Herde und auch mit den Bullen ist, wenn man Grundregeln beachtet, ungefährlich. Unsere Tiere können ihre Hörner mit Stolz tragen.
Wir wollen, dass unsere Tiere eine gute Lebenszeit haben und so human wollen wir auch mit dem Ende der Lebenszeit umgehen. Lange Transporte, unmenschlicher und roher Umgang, bei dem unendliches Leid verursacht wird, können wir nicht verantworten. Außerdem ist erwiesen, dass Tiere bei solchen Gewaltakten mehr Stresshormone ausschütten, was schlechtere Fleisch- und Wurstqualität (z.B. Haltbarkeit und Geschmack) bedeutet. Anschließend wird in unserer Hofmetzgerei in Grosselfingen das Fleisch verarbeitet.
Mehr Informationen über die Metzgerei sowie das gesamte Sortiment finden Sie unter www.Metzgerei-homburgerhof.de
In unserem angrenzenden, eigenen Wald machen wir in Zusammenarbeit mit der Uni Freiburg ein Versuchsobjekt begonnen, deren Ziel es ist, heimische Winter- und Sommertrüffel zu züchten. Wir freuen uns jetzt schon, Feinschmeckern und denen, die es werden wollen, preiswerte Trüffel und Trüffelprodukte anzubieten.

Wir Menschen wissen nicht, ob Tiere glücklich sein können oder ob wir Menschen Tiere glücklich machen können. Das ist auch nicht unsere Aufgabe. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, in einem Jahrhundert die Welt zu verändern, aber es ist unsere Aufgabe, Tiere in Obhut des Menschen würdig und anständig zu behandeln und ihnen nach unserem jetzigen Wissensstand eine bestmögliche Lebenszeit zu gewähren. Es ist unsere Aufgabe, darüber nachzudenken, ob wir unsere Muttererde vergiften wollen. Es ist unsere Aufgabe, Bescheid zu wissen, was  für Folgen es hat, wenn wir unseren Boden und unser Wasser noch mehr belasten. Es ist unsere Aufgabe, über Gentechnik nachzudenken und zu fragen: „Wollen wir dieses Risiko eingehen?“

Liebe Grüße
Familie Schanz mit Hofverwalter Christoph Weeber

Video vom HOFTAG mit Sonnwendfeuer am Samstag 20.06.2015
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